Abendunterhaltung 2016

Die diesjährige Abendunterhaltung liess nicht nur der Turnerfamilie das Herz erwärmen, sondern liess auch den regionalen Anwohner Heimatgefühle aufkommen: Unter dem Thema „Bauernhof„ zeigten der SGV und der TV vom 11. – 13. November 2016 ein Programm mit viel Charme und Landliebe. Auch dieses Jahr war es eine gute Mischung aus Spektakel und Humor, welche alle angesprochen hat, von jung bis nicht mehr so jung.
Eröffnet wurde das Ganze durch die Athleten des MUKI-Turnen als Sennen, die das Publikum unter anderem durch den Kuhstall geführt haben. Angelehnt an den 1938 erschienen Klassiker, ging es mit „Rössli Hü“ weiter: rasante Reiterszenen vorgetragen vom KITU.
Für Aufsehen sorgte die Jugi Unterstufe mit ihrem Programm „Hühner“, in welchem sie die Tätigkeiten der gefiederten Tiere performten. Im Volksmunde munkelt man, man habe im Blick Überschriften gelesen, wie „Jugileiter überfährt Jugikind. Dreimal!“, ebenfalls, dass es sich dreimal um das selbe Jugikind handelt. Glücklicherweise sind sowohl es, wie auch der Fiat-Traktor unversehrt und wohlauf. Deshalb ist der Redaktion nicht klar, wie weit man diesen Gerüchten trauen kann.
Doch auch nach diesem Aufruhr blieb dem Publikum keine Zeit durchzuatmen. Mit „Ausgebüxt“ zeigte das GETU die wilde, animalische Seite der Tiere auf dem Bauernhof: Mit Sprungrollen und Handständen turnten sie über die Bühne. In beinahe derselben Dynamik setzte die Jugi Mittelstufe nach und zeigte den Zuschauern diverse Feldarbeiten, wie beispielsweise der Bewegungsablauf eines Mähdreschers. Die würdige Abrundung vor der Pause brachte der Polysport, welcher auch dieses Jahr die Zuschauertribüne zum schmunzeln brachte. In mannsgrossen Rüeblikostümen zeigten sie mit einer lockeren Art etwas für die gute Laune.
Dass man für die Theaterhauptrolle den richtigen Mann gefunden hatte, wurde spätestens in dieser Szene Allen klar: Er und ein anderer Turner kündeten, auf einem Bänkli sitzend, die Pause an. Dabei entstand ein toller Improvisationsteil in Form eines angeregten Gespräches. Nur noch die Person am Licht konnte die beiden stoppen. Und wie aus einem späteren Interview herauskam, hätten sie die Unterhaltung tatsächlich noch weiter geführt. Und dies war an allen drei Aufführungen der Fall.
Gestärkt durch einen Hotdog und etwas kühlem zu trinken, legte das GETU mit ihrem Schwingfest los und lieferte sich akrobatische Zweikämpfe. Was nur wenige wissen: ein Sportler hat sich in den Vorrunden am Rücken leicht verletzt, hat aber nichts desto trotz mitgeturnt. Ebenfalls guten Einsatz zeigte die Jugi Oberstufe in ihrer Nachstellung eines Traktor Pulling. Mit zwei modifizierten Traktoren zogen sie Gewichte über die „Full Pull“-Linie, als gäbe es kein Morgen und bis ihnen die Helmscheibe beschlagen sind.
Die Überleitung zum „Bauer ledig sucht..“ vom Turnverein spielte der Theatermann auch unverbesserlich, fast so als habe er jahrelange Erfahrung in dieser Rolle. Die Darbietung vom TV beinhaltete auch dieses Jahr einen gewissen Spassfaktor kombiniert mit turnerischen Elementen, welche durch Ohrwurmmusik (wie sie beispielsweise an einem Turnfest abgespielt wird) abgerundet. Anknüpfend stellte das Geräteturnen als „The Bats“ ihre akrobatische, wie aber auch tänzerischen Fertigkeiten unter Beweis. Im selben Elan zeigte sich das VGT mit ihrer spektakulären Nummer „Buremeitschi“, einer Darbietung an den Ringen. Auffallend war nicht nur ihre Präzision betreffend dem synchronen Schwingen oder ihre eleganten Körperspannungen, sondern auch ihre unübertreffliche Motivation: Nicht einmal der Schluss der Musik konnte sie stoppen und Legenden zufolge hängt noch immer eine Turnerin an den Ringen und turnt.
Die tänzerisch schön umgesetzte Vorstellung „Sichlete“ vom TV schloss den Abend ab. Der Fakt, dass der Grossteil der Turner, welche Weizen darstellten, niedergemäht wurden, war glücklicherweise mit einer solchen Eleganz dargestellt, dass es trotzdem eine Augenweide war.
Was der Besucher / die Besucherin nicht gesehen hat, aber nichts desto trotz gesagt werden muss, ist, dass es auch während Auf- und Abbau effizient, motiviert und reibungslos zu und her ging. Zum Beispiel im Einsatz „Parkdienst“, als ein Turner hinsichtlich der Abendunterhaltung gefragt wurde: „U de, S. chasch ds Nummero?“. Und dieser mit „BE 126 630“ antwortete.
Und sogar der Turner B.M. fand die Turnhalle ohne Google Maps. Der einzige Zwischenfall war, als plötzlich die Frage auftauchte, wem denn der Schwanz auf der Strasse gehört. Es stellte sich aber relativ rasch heraus, dass dieser zu der 1:1-Kuhatrappe gehörte, welche zuvor beim Transport gestürzt ist und ihn dabei verloren hat.
Ansonsten ging vorallem der Abbau auch dieses Jahr sagenhaft schnell und effizient.
Es hat Spass gemacht so zu arbeiten und die Redaktion dankt allen Mitwirkenden sowie dem Hause Siegenthaler für die Spaghetti! 🙂
Weiter geht es mit den Lottozahlen vom Mittwoch 16.11.2016: 1 6 17 20 26 36 Glückszahl 6

Benjamin Massa