Bowling mit Aktiv+ 31.01.2017

Aktiv+ sind die etwas älteren Turnenden der Aktiven des TV Büren, eben + (Plus), und möchten 2017 erstmals zumindest teilweise separat trainieren und auch am Turnfest in der Kategorie Männer/Frauen einen eigenen Vereinswettkampf absolvieren. Plus heisst etwa nicht mehr trainieren sondern mehr Sorge tragen zu den Ressourcen die man in sportlicher Hinsicht hat und mit dem Plus an Erfahrungen das Beste heraus zu holen. Plus heisst aber auch sich vermehrt dem Spass und der Kameradschaft zu widmen. So haben wir uns auf die Fahne geschrieben, bis zum Start des Turnfesttraining (ab Mitte April 2017) einmal monatlich, ausserhalb der Turnhalle etwas zu unternehmen. Gestartet haben wir am 31.01.2017 mit Bowling. Treffpunkt war um 20.00h bei der Sporthalle in Büren. 20.07h… wo bleibt Tom??? Ahhh, da kommt er ja, in Turnkleidung, die Turntasche in der Hand, ganz erstaunt über das Empfangskomitee am Eingang zur Turnhalle. Es war offensichtlich, er hatte vergessen, was heute los war. Drei weibliche und sechs männliche Aktiv+-ler (inkl. einem Männerriegeler) nahmen die Herausforderung an und fuhren in zwei Fahrgemeinschaften sowie einem Einzelfahrer, der sich unbedingt zu Hause nochmals umziehen wollte, in die Tissot Arena in Biel.

Die junge, nette Dame an der Kasse fragte, ob es AHV-Rentner unter uns habe, denn diese würden von einem günstigeren Preis profitieren. Eeehhhm… Na ja, wir sind ja schon die etwas älteren der Aktiven, doch bis zur Pensionierung dauert es bei den meisten doch noch einen Moment. Sehen wir dermassen alt aus? Wohl ob meinem entsetztem Ausdruck im Gesicht, schob die junge Dame nach, dass auch Studenten mit entsprechendem Ausweis günstiger Zutritt erhielten… Wir hatten zwei Bahnen zur Verfügung und teilten uns entsprechend auf. Ein Spiel dauert 10 Runden, bis der Sieger mit den meisten Punkten erkoren ist, wobei jeder Spieler pro Runde zwei Versuche hat, die zehn Kegeln umzustürzen. Wir liessen los, es gelangen Strikes und Spares, gute, bessere und schlechtere «Würfe», aber auch Nuller. Wehe wenn die Kugel in den seitlichen Graben geriet… dann hast du verloren. Entsprechend wurde gejubelt, gelacht, gejammert, geblöfft, dumme Sprüche gerissen… Die einen konnten die Kugel fein und leise abgeben, andere setzten die Kugel so hart auf, dass es richtiggehend donnerte und bebte. Ich bin nicht ganz sicher, ob der Boden nun nicht doch die eine oder andere Delle aufweist… Zum Glück kann der Computer an der Anlage alles: umgestürzte Kegel zählen, die Kegel wieder aufstellen, Punkte zählen, zusammenzählen, den nächsten Spieler anzeigen etc. So hatten wir zwar das eine oder andere Fragezeichen in den Augen (wie ist das denn möglich???), doch mit dem Punktezählen wären wir wohl überfordert gewesen und so vertrauten wir dem System voll und ganz, das wird schon richtig sein… Doch wie so üblich hat jede Technik seine Tücken… Bahn sechs war bei Runde sieben, als plötzlich die Lichter auf der Bahn ausgingen… fertig lustig…

Die junge, nette Dame gab zwar alles, um die Bahn wieder auf den letzten Punktestand zu bringen, damit wir das Spiel ordentlich fertig spielen konnten, doch das System liess sich nicht überlisten. So startete sie schlussendlich die Bahn neu und liess uns eine weitere Stunde gratis spielen. Und auch eine Runde Getränke wurde vom Betreiber spendiert für die Umstände. Bahn sieben ereilte kurze Zeit später das gleiche Schicksal… Die Schreiberin, auf Bahn sechs eingeteilt, achtete auf dem Touchscreen, wo man Spieleinstellungen vornehmen und die Namen der Spieler eingeben kann, wohl eher auf ein cooles Layout als auf das eigentlich Wichtige und Richtige. Auf jeden Fall spielte Bahn sechs von nun an einen ganz anderen Modus: fünf Spieler, fünf Würfe, wer am meisten Punkte hat, gewinnt. Kurz, bündig, einfach verständlich und klar, halt für die Älteren… Deutlicher sind drei Nullen am Stück nicht sichtbar, auch der Gewinner wird am Ende des Spiels klar angezeigt (siehe Bild). Gegen 22.30h wurden wir von der jungen, netten Dame darauf aufmerksam gemacht, dass bald geschlossen wird. So tauschten wir die Bowlingschuhe wieder gegen unsere eigenen ein und zogen nach einem gelungenen und amüsanten Abend von dannen.

Brigitte Häni